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Version 1.08.07
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2007 ff.
 

Pippiniden

Zu den Vorfahren von Karl dem Großen gehören neben den Arnulfingern die Pippiniden, eine fränkische Herrscher Familie, die zu den Vorläufern der Karolinger-Linie gehört, die aber erst richtig mit Karl Martell einsetzte.

Schon im Zusammenhang mit den Arnulfingern war von Austrasien die Rede.

Austrasien oder auch Austrien (von den lateinischen Bezeichnungen: Austrasia oder Auster) bezeichnete den östlichen Teil des Frankenreichs im Gegensatz zu Neustrien (dem Westreich). Es kann als Wiege der Karolinger bezeichnet werden.

Austrasien (also Land im Osten) war seit dem Tod Chlodwigs I. im Jahr 511 bis zu Pippin dem Jüngeren meist ein selbstständiges fränkisches Teilkönigreich mit der Hauptstadt Metz. Das Gebiet umfasste die fränkischen Gebiete um Rhein, Maas und Mosel und neben Metz die Orte Reims, Köln und Trier, dazu die Gebiete der besiegten germanischen Stämme: unter dem ersten Teilkönig Theuderich anfangs nur Alemannien, später auch Thüringen und Bayern. Nach der erneuten Reichseinigung unter den Karolingern im 8. Jahrhundert verschwanden die Namen Austrasien und Neustrien aus der Geschichte. Durch die neuen Reichsteilungen unter den Nachkommen Karls des Großen entstanden im 9. Jahrhundert die neuen Teilreiche Ostfrankenreich und Westfrankenreich. [de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=88429734]

In der nachfolgenden Aufstellung sind die Namen der Vorfahren, die im Bezug zu den Familien in ZeitLebensZeiten haben, gefettet:

              Herzöge und Könige Austrasiens

               426 – 448 Chlodwig Der Ripuarier
               448 – 483 Childebert
              483 – 509 Sigibert Der Lahme
              509 – 509 Chloderich Der Parasit
              509 – 511 Chlodwig I. in Personalunion
              511 – 534 Theuderich I.
              534 – 548 Theudebert I.
              548 – 555 Theudebald
              555 – 561 Chlothar I. in Personalunion
              561 – 575 Sigibert I.
              575 – 596 Childebert II.
              596 – 612 Theudebert II.
              612 – 613 Theuderich II. in Personalunion
              613 – 613 Sigibert II. in Personalunion
              613 – 623 Chlothar II. in Personalunion
              623 – 638 Dagobert I. in Personalunion
              638 – 656 Sigibert III.
              656 – 662 Childebertus adoptivus
              662 – 675 Childerich II.
              676 – 679 Dagobert II.
              678 – 691 Theuderich III. in Personalunion
              691 – 695 Chlodwig III. in Personalunion
              695 – 711 Childebert III. in Personalunion
              711 – 715 Dagobert III. in Personalunion
              715 – 717 Karl Martell
              717 – 719 Chlothar IV.
              719 – 720 Karl Martell
              720 – 737 Theuderich IV. in Personalunion
              737 – 743 Karl Martell in Personalunion
              743 – 751 Childerich III. in Personalunion


              Hausmeier Austrasiens

              ??? – 548 Parthemius
              ??? – ??? ???
              576 – 581 Gogo
              581 – ??? Wandalenus
              ??? – ??? ???
              595 – ??? Protadus
               ??? – 600 Claudius
               600 – ??? Gundulf
              ??? – 612 Landerich
              612 – 613 Warnachar
              613 – 616 Rado
              616 – 623 Hugo Chulus
              623 – 629 Pippin I. [derÄltere]
              629 – 639 Ansegisel
              639 – ??? Pippin I. (2. Mal)
              ??? – 642 Otto
              642 – 656 Grimoald der Ältere
              ??? – ??? ???
              662 – 675 Wulfoald
              675 – 675 Leudesius
              675 – 679 Wulfoald (2. Mal)
              679 – 714 Pippin II. der Mittlere
              ??? – ??? ???
              716 – 741 Karl Martell
              741 – 747 Karlmann
              747 – 751 Pippin III. der Jüngere (auch der Kurze genannt) Im Jahr 751 ließ sich Pippin zum König wählen und schaffte zugleich das Amt des Hausmeiers ab.[/de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=88429734]

 

I. Pippin der Ältere

PIPPIN der Ältere-3085 wurde 580 geboren. Er starb 640.

Pippin der Ältere oder Pippin von Landen (* um 580; † 640) war ab 615/625 fränkischer Hausmeier in Austrasien unter drei Merowinger-Königen. Er gilt als Stammvater des späteren Herrschergeschlechts der Karolinger bzw. der Pippiniden.

Über Pippins Vorfahren ist so gut wie nichts bekannt. Gelegentlich wird Karlmann (von Landen-Austrasien) als Vater genannt.

Sein Weg zur Macht begann im Jahr 613, als er zusammen mit Bischof Arnulf von Metz und anderen austrasischen Adligen in einen inneren Machtkampf der Merowinger eingriff, indem er den neustrischen König Chlothar II. gegen die in Austrasien und Burgund herrschende Witwe Königs Sigiberts I., Brunichild, zu Hilfe rief. Nach ihrem Sturz herrschte Chlothar im ganzen Frankenreich, musste aber im Edictum Chlotharii die Machtpositionen des austrasischen Adels anerkennen.

Ein weiteres Zugeständnis war im Jahr 623 die Ernennung von Chlothars 15-jährigem Sohn Dagobert I. zum Unterkönig in Austrasien. Dadurch erhielt das Teilreich, das von Pippin und Arnulf mit ihren Klienten dominiert wurde, eine gewisse Eigenständigkeit innerhalb des Merowingerreiches. Pippin erhielt gleichzeitig eine wichtige Beraterposition und übernahm spätestens 625 auch formal den Titel eines Hausmeiers, des wichtigsten Amtsträgers im Königreich.

Da Chlothar II. jedoch 629 starb und sein Sohn Dagobert I. nach Neustrien zog, um die Herrschaft im Gesamtreich zu übernehmen, konnte Pippin diese einflussreiche Position nicht auf Dauer behaupten, obwohl er den Titel eines austrasischen Hausmeiers behielt. Das Bündnis mit Arnulf stärkte Pippin, indem er um 635 seine Tochter Begga mit Arnulfs Sohn Ansegisel verheiratete.

Erst als auch Dagobert I. 638 oder 639 starb, ohne Söhne im regierungsfähigen Alter zu hinterlassen, konnte Pippin mit Unterstützung des austrasischen Adels seinen Führungsansprüche wieder geltend machen. Pippin der Ältere starb allerdings selbst bereits im Jahr 640.

Im darauffolgenden Kampf um das Hausmeieramt setzte sich sein Sohn Grimoald der Ältere durch.

Pippin der Ältere heiratete ITTA (IDUBERGA)-3086 . ITTA (IDUBERGA) wurde 592 geboren. Sie starb 652.

Sie hatten die folgenden Kinder:

1. BAVO Graf Allowin von Haspenau-3206 .

2. GRIMOALD I. d.Ä.-3207 wurde 615 geboren. Er starb 660. Eine Andere Angabe Geboren wohl 615, † 656/657 im Gefängnis in Paris, 642-643 Hausmeier in Austrien, um

    650 Mitgründer der Klöster Stablo und Malmedy Kinder:

    1.Childebertus adoptivus, † 662, 656/662 als Childebert III. König der Franken in Austrien
    2.Vulfetrudis, * wohl 639/640, † 23. November 669, 658/669 Äbtissin von Nivelles, dort auch begraben

3. BEGGA (Pippiniden)-3084 wurde 620 geboren. Sie starb am 17. Dezember 692/693.

4. ST.GERTRUD (GERETRUDIS)-3208 wurde 626 geboren. Sie starb 659. Sankt Gertrud, von 626 bis 659, die um 644 Äbtissin des von ihrer Mutter kurz zuvor gestifteten Klosters Nivelles wurde. Sie ist Patronin von Landen.

 

Als Pippiniden werden die frühesten bekannten Angehörigen der später Karolinger genannten Fränkischen Herrscherfamilie bezeichnet.

Das Machtzentrum der Pippiniden lag in Austrasien, nördlich der Ardennen, wo sie über ausgedehnten Grundbesitz und zahlreiche Klienten verfügten. Namensgeber und zugleich ältester bekannter Vertreter ist Pippin der Ältere. Er ermöglichte es der Familie, die Hausmeier im Reich der Merowinger zu stellen und damit die eigentliche Herrscherfamilie zu entmachten. Die Hochzeit von Pippins Tochter Begga mit dem Arnulfinger Ansegisel, dem Sohn von Pippins engstem Verbündeten Arnulf von Metz, sicherte seine Politik auch familienpolitisch ab.

Nach Pippins Tod setzte sich sein Sohn Grimoald der Ältere nicht nur als sein Nachfolger durch, sondern schaffte es sogar, den damals noch kinderlosen König Sigibert III. dazu zu bringen, seinen, Grimoalds, Sohn zu adoptieren und zum Erben zu ernennen - als Childebertus adoptivus, sein eigentlicher Name ist unbekannt, wurde er nach Sigiberts Tod von den austrasischen Baronen anerkannt, die einen reibungslosen Regierungswechsel selbst bei einem Wechsel des Herrscherhauses der Alternative vorzogen, vom in Neustrien herrschenden Bruder Sigiberts, Chlodwig II., übernommen und ins Abseits gestellt zu werden. Chlodwig hingegen betrachtete Grimoalds Aktivitäten als „Staatsstreich“, ließ ihn aus dem Hinterhalt gefangen setzten und in Paris im Kerker hinrichten.

Childebert konnte sich in Austrasien auf dem Thron halten, starb aber bereits 662 wohl eines natürlichen Todes, und setzte damit der Politik des Vaters und Großvaters sowie den Pippiniden im Mannesstamm insgesamt ein abruptes Ende. Erbe des Throns wurde Chlodwigs Sohn Childerich II., Erbin des umfangreichen Familienbesitzes wurden über seine Tante Begga und ihr Ehemann Ansegisel die Arnulfinger, vor allem deren gemeinsamer Sohn Pippin der Mittlere, dem es erst 18 Jahre später gelang, den plötzlichen Absturz von der Macht wieder wettzumachen.

Grimoalds letztlich erfolglose Operation und die Krise, die er der Familie (der Arnulfinger) damit einbrachte, kommt in den Chroniken der Zeit so schlecht weg, dass es lange Zeit nicht möglich war, den Ablauf der Ereignisse zu rekonstruieren: oft wurde sogar bestritten, dass Grimoald überhaupt einen Sohn gehabt hat. Pippins Sohn Karl Martell schließlich wurde dann zum Namensgeber der neuen Dynastie der Karolinger, die die Tradition der Pippiniden als auch die der Arnulfinger bis hin zum Erlangen der Kaiserkrone im Jahr 800 fortsetzte.

Herrscher aus dem Geschlecht der Pippiniden waren:

·Pippin der Ältere († 639/640), Hausmeier ab spätestens 624/25
Grimoald der Ältere († 656/657), Hausmeier vermutlich um 643
Childebertus adoptivus († 662), von Sigibert III. adoptiert, König der Franken 656 [/de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=7289310813.6.2011]

 

II. Begga

BEGGA (Pippiniden)-3084 wurde 620 geboren. Sie starb am 17. Dezember 692/693.

Die heilige Begga von Heristal (Herstal), von Landen, von Andenne, von Brabant, von Metz und von Austrasien (* um 620; † 17. Dezember 692, 693 oder 695) war die Tochter des fränkischen Hausmeiers Pippin der Ältere und der Itta oder Iduberga. Sie war die Großmutter von Karl Martell, dem Großvater Karls des Großen.

Sie heiratete Ansegisel von Metz-Austrasien, den Sohn des Bischofs Arnulf von Metz aus der Familie der Arnulfinger, und verstärkte damit die bislang schon bestehende Allianz zwischen den beiden Familien. Ihr einziges Kind war der spätere Hausmeier Pippin der Mittlere, der Macht und Besitz der Arnulfinger und Pippinidenvereinigen konnte.

Begga gründete 690/691, also kurz vor ihrem Tod, das Kloster Andenne an der Maas zwischen Namur und Lüttich.Beerdigt wurde sie in Andenne an der Maas.

Ihr Gedenktag als Heilige der römisch-katholischen Kirche ist am 17. Dezember. Das Gedenken an die Übertragung ihrer Reliquien findet am 7. Juli statt.

Begga - auch Bega oder Beggue - ist ein weiblicher Vorname, der auch in der Verkleinerungsform „Beggule“ existiert. Die männliche Entsprechung ist „Bego“ (Beggo/Begue). Bei dem Namen dürfte es sich um eine Abkürzung handeln. [de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=87899646, 13.6.2011]

Begga heiratete ANSEGISEL (Arnulfinger)-3083 Sohn von ARNULF Bischof von Metz (Arnulfinger)-3087 Ansegisel starb vor 679.
Sie hatten die folgenden Kinder:

PIPPIN der Mittlere (Pippiniden)-3080 wurde 635 geboren. Er starb am 16. November 714 in Jupille bei Lüttich. Er wurde in Chevremont bestattet.
 

3084NGr

 

 

III. Pippin der Mittlere

PIPPIN der Mittlere (Pippiniden)-3080 wurde 635 geboren. Er starb am 16. November 714 in Jupille bei Lüttich. Er wurde in Chevremont bestattet

Pippin der Mittlere oder Pippin von Herstal lat. Pippinus (* um 635; † 16. Dezember 714 in Jupille bei Lüttich) aus dem Geschlecht der Arnulfinger war von 679 bis 714 der tatsächliche Machthaber im Frankenreich, seit 679 Hausmeier von Austrasien, seit 680 als dux (Herzog) von Austrasien, ab 688/689 als Hausmeier von Neustrien (principale regimine majorum domus) und seit 688 Hausmeier von Burgund. Er war der Sohn von Ansegisel und Begga und ein Enkel von Arnulf von Metz.

Nach dem Sturz und der Hinrichtung seines Onkels Grimoalds des Älteren 656/ 657 schien die Dynastie Pippins des Älteren vor dem Erlöschen zu stehen. In den 670er Jahren waren von seinen Nachkommen nur noch seine Tochter Begga und deren Sohn Pippin der Mittlere am Leben, der väterlicherseits ein Enkel Arnulfs von Metz war. Beide konnten jedoch die pippinidischen und arnulfingischen Besitzungen trotz der feindselig gesinnten Umgebung der 660er und 670er Jahre im Wesentlichen behaupten. Dabei dürfte Pippins Heirat mit Plektrudis, der Tochter des Pfalzgrafen Hugobert und der Irmina von Oeren, Angehöriger bedeutender austrischer Adelsgeschlechter, um 670/675 eine wesentliche Rolle gespielt haben.

In den Wirren nach dem Tod des Merowingerkönigs Childerich II. und seines Hausmeiers Wulfoald zog Pippin mit Unterstützung austrasischer Großer gegen den mächtigen Neustrier Ebroin zu Felde. Dieses Unternehmen endete zwar 679 mit Pippins Niederlage, jedoch erkannte der neue neustrische Hausmeier Waratto nach Ebroins baldigem Tod (680) Pippins Vormacht in Austrasien an. In der Schlacht bei Tertry (687) errang Pippin schließlich durch einen Sieg über Warattos Schwiegersohn und Nachfolger Berchar die Herrschaft über das Gesamtreich.

Pippin sicherte seine Macht dadurch, dass er nicht nur Berchar bis zu seinem Tode im Amt des neustrischenHausmeiers beließ, sondern anschließend seinen Sohn Drogo mit dessen Witwe verheiratete. Darüber hinaus beließ er auch die merowingischen Könige auf dem Thron.

Außerdem sicherte er frühzeitig den Erbanspruch seiner Familie, indem er seine Söhne Drogo und Grimoald den Jüngeren in wichtige Ämter einsetzte. Grimoald wurde neustrischer Hausmeier, so dass beide Hausmeier-Ämter in der Hand der Familie waren. Eine der wichtigsten militärischen Leistungen Pippins war die Eroberung Frieslands (690/695), die die Voraussetzung für die Christianisierung der Friesen durch den angelsächsischen Mönch Willibrord war. Bereits vor dem Tod Pippins Ende 714 brach ein Konflikt um seine Nachfolge aus.

Dabei versuchte Plektrud, die Ansprüche ihrer Enkel (ihre beiden Söhne waren nicht mehr am Leben: Grimoald der Jüngere war im gleichen Jahrermordet worden, Drogo bereits 708 gestorben) gegen die der beiden Söhne aus einer Beziehung Pippins mit seiner Friedelfrau Chalpaida, der uxor nobilis et elegans, Childebrand und Karl, durchzusetzen. Zur damaligen Zeit war dasBastardtum kein Ausschlußkriterium von der legalen Erbfolge, was letztendlich durch die von Pippin unter dem massiven Einfluss Plektruds proklamierte Erbfolge durch seinen Enkel Theudoald, der selbst ein Bastard des Grimoald war, zeigt. Schon wenige Jahre nach Pippins Tod unterlag aber Plektrud letztlich Karl Martell (717).

Pippin starb nach langer Krankheit. Er wurde in Chevremont beerdigt. Childebrand († nach 751), Sohn der Chalpaida, nach anderen Quellen Sohn einer weiteren, namentlich unbekannten Mutter, wurde von Pippin mit einer Grafschaft in Burgund versorgt. Childebrand übernahm die Aufgabe, dieChronik Fredegars als karolingische Hauschronik fortzuführen. Eine Gedenktafel für ihn fand Aufnahme in die Walhalla bei Regensburg. [/de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=88563266, 13.6.2011]
 

3080NGr

 

Pippin der Mittlere-3080 heiratete in erster Ehe CHALPAIDA-308.

Chalpaida, auch Alpais (lat. Chalpaidis; † vermutlich vor 714) war die Mutter von Karl Martell und eine Friedelfrau [siehe unten] von Pippin dem Mittleren. Über Chalpaida gibt es kaum gesicherte Informationen.

Der Ort ihrer Herkunft und ihr Adelsgeschlecht sind unbekannt. Es wird angenommen, dass sie die Schwester des Hausmeiers Dodo oder eine Cousine zweiten Grades von Bertrada der Älteren war. Ihr Geburtsort wird in der Nähe von Prüm vermutet.

Chalpaidas Sohn Karl Martell (* ca. 688 / 689) wurde namensgebend für das Geschlecht der Karolinger, er ist der Vater Pippins des Jüngeren und Großvater Karls des Großen.

Nach neueren Erkenntnissen hat sie mit ihrem Gatten Pippin dem Mittleren eine vollgültige Ehe geführt, die über ein Jahrzehnt gehalten haben soll. Pippin wandte sich jedoch 702 wieder seiner ersten Gemahlin zu. Bei den Auseinandersetzungen zwischen ihrem Sohn Karl Martell und Plektrud wird sie nicht mehr erwähnt. Daher vermutet man, dass sie vor ihrem Gatten verstorben ist. [ de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=89404952,15.6.2011]

    Zum Thema Friedel-Ehe, die Chalpaida mit Pippin dem Mittleren geführt haben soll:

    Die Friedelehe ist ein Begriff für eine Eheform des Frühmittelalters, der in den 1920er Jahren von Herbert Meyer indie historische Forschung eingeführt wurde und deren Existenz umstritten ist.

    Definition der Friedelehe nach Meyer

    „Friedel“ leitet sich vom mittelalterlichen „friudiea“ ab, was so viel wie Geliebte heißt; „Ehe“ stammt vommittelhochdeutschen Wort „ewe“ mit der Bedeutung „Recht, Gesetz“.Charakteristika der Friedelehe sind:

    ·Der Ehemann wird nicht Vormund der Frau.
    Die Ehe beruhte auf einer Willensübereinkunft zwischen Mann und Frau; beide hatten also den Wunsch zuheiraten.
    Die Frau hatte wie der Mann ein Recht darauf, die Scheidung zu verlangen.
    Die Friedelehe wurde in der Regel zwischen Paaren aus unterschiedlichen Ständen geschlossen.
    Friedelehen ermöglichten Polygynie.
    Die Kinder aus einer Friedelehe unterstanden nicht der Verfügungsgewalt des Vaters, sondern lediglich der der Mutter.
    Kinder aus einer Friedelehe waren zunächst voll erbberechtigt; durch den zunehmenden Einfluss der Kirche wurde ihre Position aber immer mehr abgeschwächt.
    Eine Friedelehe kam allein durch öffentliche Heimführung der Braut und die Hochzeitsnacht zustande; zudem erhielt die Braut eine Morgengabe.
    Eine Friedelehe konnte zu einer Muntehe umgewandelt werden, wenn der Ehemann nachträglich den Brautschatzleistete.

    Die Friedelehe wurde durch die Kirche im 9. Jahrhundert für illegitim erklärt. Trotzdem haben sich Reste dieser Eheform bis in die Neuzeit hinein in der Form der morganatischen Ehe (auch Ehe zur linken Hand genannt) erhalten. Neben der Friedelehe existierte im Mittelalter des Weiteren die bereits erwähnte Muntehe, die Kebsehe und die Raub- oder Entführungsehe.

    Nach neueren Forschungen (u.a. von Else Ebel, Karl Heidecker und Andrea Esmyol) verdichten sich die Hinweise, dass es sich bei der Friedelehe jedoch um ein bloßes Forschungskonstrukt handeln könnte und durch eine fehlerhafte Quellenauslegung Meyers entstanden ist. Insbesondere Esmyol widerlegt in ihrer Dissertation Geliebte oder Ehefrau? Konkubinen im frühen Mittelalter die Grundannahmen von Meyers Definition. Insbesondere ergeben sichfolgende Kritikpunkte: Nach Überprüfung der von Meyer verwendeten altnordischen Quellen kann Ebel seine Folgerungen nicht bestätigen. Insbesondere kritisiert sie, dass Textstellen aus dem Zusammenhang gerissen wurden, was ihren Sinn verfremdet hat.Die von Meyer verwendeten Textbelege beziehen sich laut Esmyol sämtlich entweder auf Muntehen oder Konkubinate, lassen jedoch keinen Rückschluss auf die Existenz einer freieren Eheform, der Friedelehe, zu. Zudem stammen die von Meyer verwendeten Quellen häufig aus Zeiten, in denen sogar nach seiner eigenen Meinung die Friedelehe nicht mehr existiert hat.

    Dass sich Meyers Theorie dennoch in der Forschung über Jahrzehnte hinweg durchsetzen konnte, liegt an ihrem spezifischen Entstehungsfeld - zum einen charakterisiert die Zeit des 19. und frühen 20. Jahrhunderts die Suche nach historischen Vorbildern der freieren Partnerwahl, zum anderen sorgte gerade die Zeit des nationalsozialistischen Regimes dafür, dass Meyers Theorie nicht weiter reflektiert wurde (sie passt sehr gut in die nationalsozialistische Ideologie, die das germanische Erbe hervorhebt).[/de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=84450956]

     

Pippin der Mittlere und CHALPAIDA hatten den Sohn:

MARTELL Karl (Karolinger)-3077 wurde 688/689 geboren. Er starb am 22. Oktober 741.
 

 

Pippin der Mittlere-3080 heiratete in zweiter Ehe PLEKTRUDIS-3082, 

Plektrudis war die Tochter von HUGOBERT Pfalzgraf-3209 und OEREN VON Irmina-3210. PLEKTRUDIS (Die Eltern gehören über ein anderes Kind zur Vorfahrenlinie, die in den Karolingern mündet) wurde vor 670 geboren. Sie starb am 10. August 725.

Plektrudis (Bliktrud) (* vor 670; † 10. August 725) stammte aus vornehmstem austrasischem Adel und wird als Heilige verehrt. Sie stammt vermutlich aus der Hugobert-Irmina-Sippe. Sie war wahrscheinlich die Tochter der Irmina von Oeren und des (Pfalzgrafen) Hugobert, und damit die Schwester der Äbtissin Adela von Pfalzel bei Trier.

Seit etwa 670/675 war sie mit dem karolingischen Hausmeier Pippin dem Mittleren vermählt. Mit ihm machte sie zahlreiche Schenkungen an Kirchen und Klöster. Es erscheint historisch wahrscheinlich, dass die von ihr in die Ehe gebrachten Güter Pippin halfen, die Krise des arnulfingischen Hauses zu überwinden. Wohl auch deshalb war Plektrudis bei allen Rechtsgeschäften Pippins beteiligt.

Ihre Söhne Drogo und Grimoald der Jüngere wurden mit wichtigen Ämtern durch Pippin ausgestattet. Kurz vor dem Tode Pippins versuchte sie die Rechte ihrer Enkel (ihre Söhne waren bereits gestorben) gegen die Ansprüche von Pippins Friedelsohn Karl Martell zu verteidigen. Pippin willigte ein, dass ein unehelicher Sohn Grimoalds des Jüngeren, Theudoald, ihn beerben sollte. Karl wurde zunächst von Plektrudis in Köln gefangengesetzt. Er konnte jedoch fliehen und mit Hilfe einer von ihm aufgestellten Streitmacht Plektrudis schließlich zwingen, seine Rechte anzuerkennen (717). [de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=85650096, 15.6.2011]
 

3082 StM1

 

3082BStM2

 

3082BStM3

 

3082BStM4

 

Pippin der Mittlere und Plektrudis hatten die Kinder

1. DROGO I (Pippiniden)-3211
2. GRIMOALD II d.J. (Pippiniden)-3212

 

 

Pippin der Mittlere-3080 heiratetein dritter Ehe NN PIPPIN NN-3213.
 

Pippin der Mittlere und NN hatten den Sohn Childebrandt
 

3080NL

 

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