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ZeitLebensZeiten
Version 1.09.02
© ZeitLebensZeiten
2007 ff.
 

Rußland (Rurikiden)

 Von Euphrosina von Kiew , die der Rurikiden-Dynastie entstammt führt zur Meissen-Linie des ZeitLebensZeiten-Projektes.  Die Generationenfolge seit dem Namensgeber Rurik weist weitere interessante Verbindungen auf. Insgesamt drei Linien führen schließlich zu späteren Ahnen.

Die Rurikiden waren eine russische Dynastie, die auf den Warager Rurik zurückgeht. Die Rurikiden gehörten den Rus (Volk) an, der skandinavischstämmigen Führungsschicht, die sich seit der Mitte des 9. Jahrhunderts unter den Ostslawen niedergelassen und das Reich der Kiewer Rus gegründet hatte. Die Rurikiden waren bis zum Ende des 10. Jahrhunderts weitgehend slawisiert.

Durch das Senioratsprinzip wurde das Reich immer wieder in Teilfürstentumer aufgeteilt, die alle von den zahlreiche Nebenlinien der Rurikiden regiert wurden.

Nachdem der südliche und westliche Teil der Rus unter litauische Herrschaft geriet, blieben die Rurikiden im Großfürstentum Moskau und den umliegenden nordwestlichen Rus-Furstentumern an der Macht. Die Moskauer Linie der Rurikiden betrieb die Politik des Sammelns der russischen Erde und verleibte die umliegenden Gebiete nach und nach ihrem Furstentum an, um einen zentralisierten russischen Staat zu bilden, der auch Anspruche auf die von Litauen beherrschten Rus-Gebiete erhob.

Die Moskauer Rurikiden herrschten bis 1598 uber Russland, danach war kurzzeitig Wassili IV. aus dem Hause Schuiski an der Macht (1606-1610), einer Nebenlinie der Rurikiden. Auch heute leben drei polnische Furstengeschlechter fort, die von Rurik abstammen.

Weitere Adelsgeschlechter rurikidischer Abstammung (Auswahl)

Wolkonski, Obolenski / Obolensky, Schuiski, Dolgoruki, Repnin, Gortschakow, Gagarin, Ostrogski, Wjasemski, Kropotkin, Worotynski, Tatischtschew [de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=88602615, 29.7.2011]

 

I. Rurik

RURIK (?)-3514 wurde 830 geboren. Er starb 879.

Er hatte die folgenden Kinder:

KIEW VON Igor-3512 wurde 912 geboren. Er starb 945.

Der warägische Fürst Rurik (auch Rjurik, skand. Hrorikr ‚berühmter Herrscher‘) (in kyrillischer Schrift Рюрик; * um 830; † um 879) gilt als Gründer des ersten ostslawischen Reichs im Jahre 862 und damit als BegründerRusslands, der Ukraine  und Weißrusslands.

Er soll von 862 bis 879 über Nowgorod sowie das Land zwischen den Flüssen Newa und Oka geherrscht haben. Als sein Nachfolger gilt Oleg, der Weise, der die Herrschaft als Regent für Ruriks Sohn Igor innegehabt haben soll.

Ob es sich bei Rurik um eine reale Person oder nur um eine Legendengestalt handelt, ist in der Geschichtswissenschaft seit mehreren Jahrhunderten umstritten. In den letzten Jahren haben deutsche und russische Archäologen seinen vermutlichen Herrschaftssitz in Rurikowo Gorodischtsche ausgegraben.

Allerdings galt es bislang als weitestgehend gesichert, dass Alt-Ladoga der bedeutendste Stützpunkt der frühen Waräger im slawischen Gebiet war. Ab 750 n. Chr. ist die Anwesenheit von Skandinaviern in der Siedlung Alt-Ladoga archäologisch belegt. Bestenfalls als Spekulation kann die Identifizierung Ruriks mit dem dänischen Wikinger Rorik gelten, der laut fränkischen Chroniken im friesischen Dorestad lebte. Vielleicht war Rurik lediglich eine Personifizierung der Skandinavier, die im 9. Jahrhundert teils als Söldner slawischer Adliger, teils als Eroberer in das spätere Russland zogen.

Fast alle Großfürsten und Fürsten der gesamten Kiewer Rus führten ihre Abstammung auf Rurik oder seine beiden Brüder Sineus und Truwor zurück. Die nach Rurik benannte Dynastie der Rjurikiden herrschte bis ins späte 16. Jahrhundert über Russland.

Nach Rurik wurde auch eine russische Brigg benannt, die im Auftrag des Grafen Nikolai Petrowitsch Rumjanzew 1815 bis 1818 eine Weltumseglung zur Erkundung der Nordwestpassage unternahm (siehe Rurik-Expedition). [de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=87924639, 29.7.2011]

 

II. Igor von Kiew

KIEW VON Igor-3512 wurde 912 geboren. Er starb 945.

Igor heiratete OLGA-3513
Sie hatten die folgenden Kinder:

KIEW VON Swjatoslaw I.Igorewitsch-3511 wurde 942 geboren. Er starb 972.

Igor der Sohn Rjuriks, soll nach einer Regentschaftsphase durch Oleg den Weisen 912 die Herrschaft über das spätere Kiewer Rus übernommen und bis 945 innegehabt haben.

Er ist einer der ersten Kiewer Fürsten, bei dem man mit einiger Sicherheit davon ausgehen kann, dass er ein tatsächlicher Mensch und keine Legendengestalt war. Nach seinem Herrschaftsantritt führte er zunächst Krieg gegen den slawischen Stamm der Drewljanen, der versucht hatte, seine Tributspflicht gegenüber Kiew abzuschütteln. 914 unterwarf er sie und zwang ihnen einen erhöhten Tribut auf. Ein Jahr später gelang es ihm, mit dem mächtigen Nomadenstamm der Petschenegen Frieden zu schließen, was vorerst einen Angriff auf Kiew verhinderte. Doch bereits 920 gab es neue Kämpfe mit dem Stamm.

941 erschien Igor mit einer großen Flotte vor Konstantinopel, mit dem in den Jahren zuvor friedliche Handelsbeziehungen bestanden hatten. Nachdem die Kiewer das Umland der Stadt verwüstet hatten, mussten sie sich aber der byzantinischen Armee geschlagen geben und sich zurückziehen.

Als Reaktion auf den Angriff scheint Byzanz die Handelsvergünstigungen gestrichen zu haben, die Kiewer Händler bis dahin genossen hatten. Mit einem neuen Kriegszug 944 scheint Igor versucht zu haben, die Wiederherstellung dieser Privilegien zu erzwingen. Die Byzantiner schickten ihm eine Delegation entgegen, die erneute, wenn auch nicht mehr ganz so vorteilhafte Handelsprivilegien für Kiew aushandelten. 945 wendete sich Igor erneut den Drewljanen zu. In einem ersten Kriegszug setzte er eine Erhöhung der Tribute durch, als er kurz darauf einen erneuten Feldzug vorbereitete, wurde er erschlagen. Die Regentschaft für Igors minderjährigen Sohn Swjatoslaw I. übernahm dessen Mutter und Igors Frau Olga. [de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=90014805, 29.7.2011]

 

III. Swjatoslaw I. Igorowitsch

KIEW VON Swjatoslaw I.Igorewitsch-3511 wurde 942 geboren. Er starb 972.

Er hatte die folgenden Kinder:

KIEW VON Wladimir I. Swjatoslawitsch der Heilige-3510 wurde 960 geboren. Er starb am 15. Juli 1015.

Swjatoslaw I. Igorewitsch  (* unsicher, um 942; † Fruhjahr 972) war der Sohn des Fursten Igor von Kiew und der Furstin Olga.

Nach der Regentschaft seiner Mutter war er seit 959 regierender Furst von Kiew und begann einen Eroberungsfeldzug gegen die Wjatitschen. Durch die Eroberung des Khanats der Chasaren (965–969) dehnte Swjatoslaw den Einfluss der Kiewer Rus bis an den Don und an die Ostkuste des Asowschen Meeres aus.

Nach der Unterwerfung der Chasaren wandte Swjatoslaw sich nach Westen gegen die Donaubulgaren und eroberte 967 ihre Hauptstadt Preslaw, die er, nachdem er sich den Titel des bulgarischen Zaren zugelegt hatte, zu seiner Residenz und zur Hauptstadt der Kiewer Rus machen wollte. Ausschlaggebend fur diesen Schritt durften handelspolitische Erwagungen gewesen sein. Allerdings gibt es auch Hinweise auf kriegstreiberische Aktivitaten des byzantinischen Diplomaten Kalokyros, der mit Swjatoslaws Hilfe nach der Kaiserkrone gestrebt haben soll.

Der Krieg gegen die Bulgaren störte das bis dahin vorhandene Kräftegleichgewicht. Im folgenden Jahr fielen die Petschenegen in die Rus ein. Kurz darauf schickte auch Kaiser Johannes I. Tzimiskes, der die russische Herrschaftausdehnung an die Donau als Gefahr ansah, seine Truppen nach Bulgarien. Die Byzantiner brachten den Russen eine Reihe von Niederlagen bei, so dass Swjatoslaw sich im Juli 971 zu einem Friedensvertrag gezwungen sah. Er musste seine bulgarischen Eroberungen an Byzanz zurückgeben und auf jeden Eroberungsversuch auf dem Balkan und im nördlichen Schwarzmeerraum verzichten.

Swjatoslaw versäumte auf dem Rückzug aus Preslaw, eine Durchzugserlaubnis beim Khan der Petschenegen Kurja einzuholen. Der Khan ließ den Fürsten gefangen nehmen, täten und aus Swjatoslaws Schädel einen Trinkbecher fertigen.

Nach Swjatoslaws Tod kam es zu Auseinandersetzungen zwischen seinen drei Söhnen Jaropolk, Oleg und Wladimir, in denen sich zunachst Jaropolk, dann aber Wladimir durchsetzte.

Kurz nach Swjatoslaws Regierungsantritt konnte sich das Heidentum in der Kiewer Rus vorübergehend wieder durchsetzen, nachdem seine Mutter Olga die erste getaufte Furstin gewesen war.

Wegen seiner vielen Eroberungszuge wird Swjatoslaw in der Literatur oft als räuberischer Wikinger-Fürst stilisiert. Dabei sollte aber bedacht werden, dass er sich offensichtlich von strategischen Überlegungen leiten ließ. Die Kriegszuge gegen die Bulgaren hatten höchstwahrscheinlich das Ziel, die wichtige Nord-Sud-Handelsverbindung zwischen Ostsee und Schwarzem Meer zu kontrollieren und dadurch eine beständige Einnahmequelle fur eine auf Dauer ausgelegte Herrschaft zu sichern.

Darüber hinaus hatte Swjatoslaw I. zumindest lose Kontakte zum deutschen Kaiser Otto I., die zur Absprache von Militaraktionen gegen das byzantinische Reich führten, mit dem Otto in Süditalien im Krieg lag. [de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=90075209, 29.7.2011]

 

3507N

 

IV. Wladimir I. Swjatoslawitsch

 KIEW VON Wladimir I. Swjatoslawitsch der Heilige-3510 wurde 960 geboren. Er starb am 15. Juli 1015. Zu seiner mütterlichen Abstammung gibt es zwei Versionen: Seine Mutter sei Olga, die Frau seines Vaters, oder seine Mutter sei Maluscha, s.u.)

Er hatte die folgenden Kinder:

KIEW VON Jaroslaw I. Wladimirowitsch-3507 wurde 979 geboren. Er starb am 20. Oktober 1054.

KIEW VON Vladimirowna-3564.
Sie heiratete HALDENSLEBEN VON Bernhard I-3522

Wladimir (ukr. Wolodymyr) I. Swjatoslawitsch (* 960; † 15. Juli 1015 in Berestowo), genannt Wladimir der Heilige, der Große oder der Apostelgleiche, war von 980 bis 1015 Fürst von Kiew. Er war jüngster und unehelicher Sohn von Swjatoslaw I. aus dem Geschlecht der Rurikiden. Seine Mutter war Maluscha, die Schlüsselbewahrerin der Fürstin Olga.

Als ein Streit zwischen seinen Halbbrüdern Oleg und Jaropolk I., den legitimen Söhnen Swjatoslaws, ausbrach und Oleg im Jahre 977 ermordet wurde, floh Wladimir zu seinem Onkel nach Schweden, wo er ein wikingisches Söldnerheer (Waräger) aushob. 979 oder 980 kehrte er zurück und fiel in Nowgorod, einem der beiden Machtzentren der Kiewer Rus ein.

Damit nicht zufrieden, zog er weiter nach Polozk, das er ebenfalls eroberte, den dortigen skandinavischen Fürsten Rogwolod erschlug und dessen Tochter Rogneda († 1000) zur Ehe zwang. Kampflos fiel ihm die Hauptstadt Kiew in die Hand. Darauf lud er seinen Halbbruder Jaropolk zu Verhandlungen ein und ließ ihn umbringen, wodurch er zum Alleinherrscher der Kiewer Rus wurde.

Ein gewaltiges Problem stellten nun die angeworbenen Waräger dar, die bezahlt werden mussten. Er schickte einen Teil nach Byzanz, wo sie den Kern der Warägergarde bildeten. Andere Waräger setzte er hingegen als Verwalter in den Burgen seines Reiches ein.

Seine Macht festigte Wladimir durch weitere Feldzüge. 981 kämpfte er gegen die Ljachen (= Polen) um die Handelsmetropole Tschernien in der westlichen Grenzregion der Kiewer Rus. An den südlichen Grenzen seines Landes ließ er „Hilfsvölker“ ansiedeln, welche das Reich schützten (so z.B. die turkstämmigen Torki und Berendei). Weitere Feldzüge führte er gegen Wjatitschen, Radimitschen, die baltischen Jatwinger, die Esten, die Wolgabulgaren und die Petschenegen.

Insgesamt vergrößerte er die Rus durch die Unterwerfung der verschiedenen benachbarten Völker so, dass es bereits unter ihm vom Dnepr bis zum Ladogasee und bis an die Düna reichte

Das wichtigste Ereignis der Regierungszeit Wladimirs war die Christianisierung der Kiewer Rus im Jahre 988 anlässlich seiner Vermählung mit Prinzessin Anna von Byzanz, Tochter des byzantinischen Kaisers Romanos II.. Dafür erhielt er auch den

Beinamen der Heilige und wurde nach seinem Tod in den Stand eines Heiligen der orthodoxen Kirche erhoben.

Vor seiner eigenen Taufe im Jahre 987 beschreibt ihn die Heiligenlegende als Wüstling mit sieben Hauptfrauen und 800 Mätressen. Er ließ überall Götzenbilder aufstellen und war ein eifriger Anhänger des Heidentums. Zum christlichen Glauben brachte ihn der Überlieferung zufolge die Vernunft. Angeblich ließ er sich von allen Religionen Gelehrte schicken, und er wählte die beste aus. (Entgegnung an den moslemischen Gesandten: „Der Rus ist des Trunkes Freund, wir können ohne das nicht sein“.

Tatsächlich war Wladimirs Taufe aber ein diplomatischer Schachzug: Ziel war die Verbindung mit dem byzantinischen Kaiserhaus. Kaiser Basileios II. benötigte Hilfe gegen die Bulgaren, die gemeinsamen Feinde Wladimirs und Basileus'. Wladimir schickte ein Heer von 6000 Rus nach Konstantinopel. Außerdem übte er durch Angriffe auf das byzantinische Chersones auf der Krim Druck auf den Kaiser aus. Schließlich willigte dieser ein: Wenn sich Wladimir taufen ließe, so würde Basileus II. ihm für die militärische Unterstützung seine Schwester Anna zur Frau geben. So geschah es, und Wladimir I. bekam als erster europäischer Herrscher eine Purpurgeborene zur Frau.

Die Taufe des Fürsten wurde in Kiew als großer Akt zelebriert: Nach dem Niederreißen der heidnischen Götterbilder fand eine Massentaufe im Dnepr statt. Offenen Widerstand gegen die Christianisierung scheint es nicht gegeben zu haben, wenn sich auch das Heidentum vor allem in ländlichen Gebieten lange halten konnte. Die Kirche begann dennoch schnell mit dem Aufbau eines Netzes von Kirchen und Klöstern, das erheblich zur Festigung des Kiewer Reiches beitrug. Darüber hinaus entwickelte sich die Region durch den neuen Glauben auch kulturell weiter. Die Orthodoxie hatte damit endgültig eine dominante Stellung in der Rus erreicht. Zugleich war Wladimir durch die Annahme des Christentums und die Eheverbindung mit dem byzantinischen Kaiserhaus zu einer Figur von diplomatischer Bedeutung geworden.

Im Zusammenhang mit der Christianisierung übernahm man, nicht nur im kirchlichen Alltag, jedoch die altbulgarische bzw. altkirchenslawische Schriftsprache, was zum »Ersten Südslawischen Einfluss« führte (, wobei als Zweiter Südslawischen Einfluss den Einfluss der bulgarische Kultur und insbesondere der Literatur, sowie die Übernahme des Kirchenslawischen im 14. Jahrhundert durch Gelehrten wie der spätere Metropolit Kiprian vollzogen wurde, bezeichnet).

Solcherart abgesichert trieb er den inneren Ausbau seines Territoriums voran. In neuen Burgstädten entlang der Dnjepr-Nebenflüsse siedelte er Slowenen, Kriwitschen, Wjatitschen und Tschuden an, die die Angriffe der Petschenengen abwehren sollten. Die Verwaltung der einzelnen Regionen der Kiewer Rus vertraute er seinen zwölf Söhnen an. Allerdings schwächte diese faktische Teilung das Reich.

Ein erster schwerer Konflikt brach noch zu Wladimirs Lebzeiten um die reiche Handelsstadt Nowgorod aus. Der (nach dem Tod seines älteren Bruders Wyscheslaw) designierte Thronfolger Jaroslaw erhielt diese nach Kiew wichtigste Stadt. Im Jahre 1014 weigerte sich Jaroslaw, seinem Vater den Tribut zu zahlen. Zu einem Feldzug Wladimirs gegen seinen Sohn kam es nicht mehr, weil Wladimir am 15. Juli 1015 starb.

Wladimir zu Ehren wurde der Wladimir-Orden gestiftet und 1853 zu seinem Andenken in Kiew an dem hohen Dnjeprufer ein imposantes Denkmal errichtet. [de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=91145705, 29..7.2011]

Von Wladimir I. gehen mehrere Ahnenlinien aus:

 

3510N

 

V. Jaroslaw I. Wladimirowitsch der Weise

KIEW VON Jaroslaw I. Wladimirowitsch-3507 wurde 979 geboren. Er starb am 20. Oktober 1054.

Jaroslaw heiratete SCHWEDEN VON Ingegerd-3508 Tochter von SCHWEDEN VON Olof Skötkonung-3509. Ingegerd wurde 1001 geboren. Sie starb 1050.
Sie hatten die folgenden Kinder:

1. KIEW VON Wsewolod I.Jaroslawitsch-3504 wurde 1030 geboren. Er starb am 13. April 1093.

2. KIEW VON Elisabeth-3516 .

3. KIEW VON Isjaslaw I. Großfürst-3517  wurde 1024 geboren. Er starb 1078.
Isjaslaw heiratete POLEN VON Gertrud-3515  Tochter von POLEN VON Mieszko II Lambert Herzog von Polen-3471 und RICHEZA-3472.

4. KIEW VON Anna-3518 .

Jaroslaw I. Wladimirowitsch, genannt der Weise, aus dem Geschlecht der Rurikiden, (* 979/86; † 20. Oktober 1054), Großfürst von Kiew (1019 - 1054). Sohn Wladimirs I., des Heiligen, und Rognedas von Polozk.

Die Rurikiden gehörten den Rus an, der skandinavischstämmigen Führungsschicht, die sich seit der Mitte des 9. Jahrhunderts unter den Ostslawen niedergelassen und das Reich der Kiewer Rus gegründet hatte. Die Rurikiden waren bis zum Ende des 10.Jahrhunderts weitgehend slawisiert.

Jaroslaw hatte von seinem Vater nach dem Tod des älteren Bruders und designierten Thronfolgers Wyscheslaw die Herrschaft über die reiche Handelsstadt Nowgorod zugesprochen bekommen.

1014 weigerte Jaroslaw sich, seinem Vater den Tribut zu zahlen. Zu einem Feldzug Wladimirs gegen seinen Sohn kam es nicht mehr, weil Wladimir am 15. Juli 1015 starb. Dafür begannen sofort Nachfolgekampfe zwischen Jaroslaw und seinen Brüdern und Onkeln.

Zunächst konnte sich Jaroslaws Halbbruder Swjatopolk mit Hilfe seines Schwiegervaters, des polnischen Königs Boleslaw I. durchsetzen. Jaroslaw hielt sich aber in Nowgorod. Dort zog er ein Heer skandinavischer Krieger zusammen und schlug im Spätsommer 1016 Swjatopolk.

Im Sommer 1017 griffen Jaroslaw I. und Kaiser Heinrich II. einer vorherigen Absprache folgend Boleslaw I. von zwei Seiten her an. Im darauf folgenden Sommer gelang es Boleslaw, Kiew zu erobern. Jaroslaw konnte zwar nach Nowgorod fliehen, seine weiblichen Verwandten und ein großer Goldschatz fielen jedoch in die Hände des polnischen Königs. Kurz darauf vertrieb Jaroslaw den erneut als Großfürst eingesetzten Swjatopolk wieder aus Kiew.

Von 1029 bis 1031 wiederholte sich das Szenario von 1017: Wieder wurde Polen aus dem Westen, nun von Konrad II., und aus dem Osten von Jaroslaw angegriffen. Diesmal gelang es dem Großfürsten, weite Gebiete mit einem wichtigen Burgengurtel fur Kiew zu erobern und kurzzeitig den ihm genehmen ältesten Sohn des 1025 verstorbenen Boleslaws und Bruder des über Polen herrschenden Mieszko II. Lambert, Bezprym, als Herrscher in Polen zu installieren. Nach der Ermordung Bezpryms im Jahre 1032 erlangte Mieszko seine Herrschaft zurück.

Um 1035 herum begann Jaroslaw mit einer weitreichenden Heiratspolitik. Er selbst heiratete Ingigerd, die Tochter Olof Skotkonungs von Schweden. Seine Söhne und Töchter wurden in die Königshauser Frankreichs (Anna), Norwegens, Ungarns, Byzanz' und an deutsche Fursten verheiratet. Der polnische Thronanwärter Kasimir heiratete eine Schwester Jaroslaws, Maria Dobroniega, mit dessen Hilfe er sich als Konig von Polen durchsetzen konnte. 1036 errang Jaroslaw I. den entscheidenden Sieg gegen das Reitervolk der Petschenegen. 1043 misslang ein Flottenangriff auf Konstantinopel.

1019 erlies Jaroslaw I. die Russkaja Prawda, die erste russische Gesetzessammlung. Sie stellt eine Mischung byzantinischer Gesetze und slawischen Gewohnheitsrechts dar. Darüber hinaus versuchte er mit umfangreichen Nachfolgeregelungen, Erbstreitigkeiten nach seinem Tod zu verhindern, was allerdings nicht gelang.

Vielmehr begründete er das Senioratsprinzip, das in den folgenden Jahrhunderten ein Grund dafur war, dass sich die russischen Fürstentumer kaum als feste Herrschaftsverbände stabilisieren konnten. Auf der Russkaja Prawda und der Schaffung des Senioratsprinzips beruht sein Beiname der Weise. Weitere Verdienste errang er durch den Stadtausbau von Kiew und Nowgorod, vor allem mit den Sophienkathedralen der beiden Stadte. Sein Sarg liegt noch heute in der Sophienkathedrale von Kiew.

Er heiratete die schwedische Prinzessin Ingegerd (* 1001; † 1050) Tochter des schwedischen Konigs Olof Skotkonung und dessen Frau Edla. Sie hatten zusammen 5 Sohne und 3 Tochter:

Wladimir II. Holti (* 1020; † 4. Oktober, 1052) Furst von Weliki Nowgorod
Elisabeth von Kiew, ∞ Harald III. Konig von Norwegen
Anastasia von Kiew (* 1023; † ca. 1074), ∞ Andreas I. Konig von Ungarn
Isjaslaw I. (* 1024; † 1078), Grosfurst von Kiew, ∞ Gertrude von Polen, Tochter des polnischen Konigs Mieszko II. Lambert
Swjatoslaw II. (* 1027; † 1076), Grosfurst von Kiew
Wsewolod I. (* 1030; † 13. April 1093), Grosfurst von Kiew, ∞ Irina, Tochter des byzantinischen Kaisers Konstantin IX.
Anna von Kiew (* um 1024 bis 1035; † um 1075 bis 1089), ∞ Heinrich I. Konig von Frankreich
Igor Jaroslawitsch von Wladimir († 1060), Furst von Wladimir [ de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=91145111, 29.7.2011]

 

VI. Wsewolod I. Jaroslawitsch

KIEW VON Wsewolod I.Jaroslawitsch-3504 wurde 1030 geboren. Er starb am 13. April 1093.

Wsewolod heiratete BYZANZ VON Irina-3505 Tochter von BYZANZ VON Konstantin IX Kaiser-3506.

Sie hatten die folgenden Kinder:

KIEW VON Wladimir II Wsewolowitsch, Monomach,-3501 wurde 1053 geboren. Er starb am 19. Mai 1125.

Wsewolod I. Jaroslawitsch (* 1030; † 13. April 1093) aus dem Geschlecht der Rurikiden war 1078 bis 1093 Großfürst der Kiewer Rus. Er war ein Sohn Jaroslaws I. und mit der byzantinischen Prinzessin Irina Tochter des Kaisers Konstantin IX. verheiratet.

Nach dem Tod des Vaters 1054 scheinen Wsewolod und der ältere Bruder Swjatoslaw einvernehmlich gemeinsam mit dem ältesten und dominierenden Bruder Isjaslaw I. regiert zu haben. Wsewolod erhielt das Teilfürstentum Perejaslawl mit der Stadt Susdal als Zentrum zugesprochen, wo er 1061 einen ersten Überfall der Kumanen abwehrte und mit Khan Sokal Frieden schloss.

Im Frühjahr 1073 unterstützten Wsewolod und Swjatoslaw die Stadtbevölkerung Kiews beim Vertreiben Isjaslaws. Swjatoslaw trat die Nachfolge seines Bruders als Großfürst an. Kurz bevor dieser mit polnischer Unterstützung zu einem Feldzug aufbrach, um Kiew zurückzuerobern, starb Swjatoslaw allerdings. Wsewolod scheint im Jahr 1076 kurzfristig die Nachfolge Swjatoslaws angetreten zu haben, zog dann aber Isjaslaw entgegen und gab ihm ohne Kampfhandlungen die Herrschaft zurück. Bereits 1078 starb Isjaslaw und Wsewolod wurde endgültig Großfürst.

In dieser Situation zeigte sich eine Schwäche des Senioratsprinzips: Wsewolods Neffen versuchten, teilweise mit Gewalt, ihre Ansprüche durchzusetzen. Besonders taten sich Roman und Oleg, die Söhne Swjatoslaws, hervor. Sie forderten Tschernigow, das Erbe ihres Vaters, für sich. Zu diesem Zweck gingen sie sogar ein Bündnis mit den heidnischen Polowzern ein, die daraufhin in Russland einfielen. Durch diese Auseinandersetzungen konnte Wsewolod auch die 1084 erfolgreich wieder aufgenommenen Feldzüge gegen den alten Feind Polozk nicht fortsetzen.

Wsewolod starb am 13. April 1093. Sein Nachfolger wurde Swjatopolk II., ein Sohn Isjaslaws. [de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=89924019, 28.7.2011]

 

VII. Wladimir II. Wsewolodowitsch Monomach

KIEW VON Wladimir II Wsewolowitsch, Monomach,-3501 wurde 1053 geboren. Er starb am 19. Mai 1125.

Wladimir heiratete ENGLAND VON Gytha-3502 Tochter von ENGLAND VON Harald II von Wessex-3503 .
Sie hatten die folgenden Kinder:

KIEW VON Mstislaw I. Wladimirowitsch der Große-3498 wurde 6.1076 geboren. Er starb 4.1132

Wladimir II. Wsewolodowitsch, genannt Monomach (* 1053; † 19. Mai 1125) war Kiewer Gro.furst von 1113 bis 1125.

Wladimir Monomach auf dem Millennium-Denkmal in Nowgorod Wladimir war der Sohn des Wsewolod Jaroslawitsch und Nachfolger seines Vetters Swjatopolk II. als Kiewer Großfürst. Er tragt seinen Beinamen "Monomach" nach dem Namen seiner Großmutter, der Tochter des byzantinischen Kaisers Konstantin IX. Monomachos (Alleinkampfer), und gilt als einer der wichtigsten mittelalterlichen Herrscher der Kiewer Rus.

Nach dem Senioratsprinzip hatte Wladimir Monomach nicht an erster Stelle der möglichen Nachfolger Swjatopolks II. gestanden. Er hatte sich aber in den vorausgegangenen Kämpfen innerhalb der Rurikiden-Dynastie durch sein militärisches Geschick eine stabile Machtbasis verschafft und großes persönliches Ansehen gesammelt, so dass er 1113 seine Anwartschaft auf den Großfürstentitel durchsetzen konnte, nachdem er bereits 1093 auf dem Fürstentag in Ljubetsch erfolglos versucht hatte, das Senioratsprinzip abzuschwächen.

Seit diesem Jahr führte Monomach ständig Kriege mit den Polowzern (Kumanen), die häufig im Bündnis mit russischen Fürsten das Land verheerten.

Mit Wladimir Monomachs Regierungsantritt begann die letzte Blütephase der Kiewer Rus. Es gelang ihm, die Teilfürstentumer wieder starker an das Zentrum Kiew zu binden, meist durch militärischen Druck und die Einsetzung seiner Söhne als Territorialfürsten. Er setzte sich für die rasche Beendigung der blutigen Fehden zwischen den Fürsten und für ein gemeinsames Vorgehen gegen die Polowzer ein.

Diese Auffassung suchte Wladimir auf mehreren Fürstentagen (1097, 1100, 1103) durchzusetzen. Nach der Zusammenkunft von Dolobsk 1103 gelang es Monomach und den mit ihm verbündeten russischen Fürsten, den Polowzern im Gefolge mehrerer

Kriegszüge (1103, 1107, 1111) empfindliche Niederlagen beizubringen und die von dem kriegerischen Nomadenvolk ausgehende Gefahr vom russischen Lande abzuwenden.

Nach dem Tode des Kiewer Großfürsten Swjatopolk II. im Jahre 1113 kam es in Kiew zu einem Volksaufstand, in dessen Verlauf die Stadtobrigkeiten Wladimir Monomach den Kiewer Herrscherstuhl anboten, den dieser annahm.

Nach der Unterdruckung des Aufstandes sah sich Wladimir Monomach genötigt, Reformmaßnahmen durchzufuhren und eine Neufassung der Sozialgesetzgebung in Gestalt einer gesonderten Verordnung vorzunehmen, die eine Verbesserung der Lebensverhältnisse der unteren Volksschichten beinhaltete. Die gleiche Geisteshaltung sprach aus seiner Moralschrift, betitelt "Belehrung", die vom schriftstellerischen Talent des Großfürsten zeugt und in der er den friedlichen Interessenausgleich zwischen den Adeligen und den Bauern propagierte und dabei von sich das Idealbild eines gerechten Herrschers entwarf, der sich um die Sorgen seines Volkes kümmerte.

Wladimir Monomach starb im Alter von dreiundsiebzig Jahren. Nach seinem Tod fiel das Kiewer Rus endgültig auseinander. Aus seiner Ehe mit Gytha, Tochter des Konig Harold II. von England, stammt sein Sohn und Nachfolger Mstislaw I.

Der Feldzug gegen das Fürstentum Wladimir-Wolynsk (siehe auch: Wolhynien) loste Auseinandersetzungen mit den benachbarten Reichen Polen und Ungarn aus. Der dortige Fürst Jaroslaw Swjatopoltschitsch, der selbst die Großfürstenwurde der Kiewer Rus anstrebte, war ein Schwager Bolesław III. Schiefmund von Polen, seine erste Frau war eine Tochter Ladislaus' I. von Ungarn gewesen. 1121 und 1123 unternahm Boleslaw III. mit der Unterstutzung ungarischer und böhmischer Truppen Feldzuge gegen Wladimir Monomach, um Jaroslaw wieder einzusetzen. Dies gelang allerdings nicht, vor allem, weil das Bundnis der Feldzugsteilnehmer schnell zerfiel.

Mit den Ungarn scheint Wladimir Monomach schnell wieder Frieden geschlossen zu haben. Darauf weist die Vermählung seiner Tochter Eufemija mit Koloman I. von Ungarn hin.

In der Regierungszeit Wladimir Monomachs spielte das Kiewer Russland innerhalb des europäischen Staatensystems des frühen Mittelalters eine wichtige Rolle. Es war daher nicht von ungefähr, dass über das Kiewer Reich sowohl nordische Dichter, deutsche Chronisten und Annalisten, byzantinische Historiker als auch arabische Reiseschriftsteller und persische Geographen berichteten.[de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=85858184, 29.7.2011]

 

VIII. Mstislaw I. Wladimirowitsch, der Große

KIEW VON Mstislaw I. Wladimirowitsch der Große-3498 wurde 6.1076 in Turow geboren. Er starb 4.1132 in Kiew.

Mstislaw heiratete

In erster Ehe:  SCHWEDEN VON Christina-3500  1095/1096. Christina starb 1122
Sie hatten die folgenden Kinder:

    1. Ingeborg ∞ um 1117 König Knud Lavard von Jütland (Haus Estridsson)
    2. Malfrida († nach 1137) ∞ 1) um 1117 König Sigurd I. von Norwegen 2) um 1131 König Erik II. von Dänemark
    3. Eupraxia († 1136) ∞ 1122 Mitkaiser Alexios von Byzanz (ält. Sohn von Johannes II.)
    4. Wsewolod († 1138), Fürst von Nowgorod 1117-1136, Fürst von Pskow 1137-1138
    5. Isjaslaw II. (1096-1154), Fürst von Kursk 1125-1129, Fürst von Polozk 1129-1132, Fürst von Turow 1132-1134,  Fürst von Wolhynien 1135-1142, Fürst von Perejaslaw 1142-1146, Großfürst von Kiew 1146-1149, 1150, 1151-1154
    6. Swjatopolk, († 1154), Fürst von Pskow 1138-1140, Fürst von Nowgorod 1142-1148, Fürst von Wolhynien 1148-1154
    7. Rostislaw (um 1110-1167), Fürst von Smolensk 1127-1159, Großfürst von Kiew 1159 und 1160-1167
    8. Rogneda († nach 1175) ∞ 1112 Fürst Jaroslaw von Wolhynien (geschieden 1118)
    9. Maria († 1179) ∞ 1116/1125? Wsewolod von Tschernigow
    10. Xenia († nach 1129) ∞ 1124/1125 Brjatscheslaw Davydowitsch von Polozk

in zweiter Ehe: SAWIDITSCH Tochter von Dimitrij-3499 .
Sie hatten die folgenden Kinder:#

    1. Wladimir II. († 1171), Großfürst von Kiew 1167 und 1171

    2. KIEW VON Euphrosina-3124 wurde 1130 geboren. Sie starb vor 1186.

Mstislaw I. Wladimirowitsch der Große (* Juni 1076 in Turow; † April 1132 in Kiew) war von 1125 bis 1132 Großfürst der Kiewer Rus, ältester Sohn und Nachfolger Wladimir Monomachs und seiner Frau Gytha von Wessex, Tochter von Harald II. von England. In skandinavischen Sagas wurde Mstislaw I. nach seinem Großvater auch Harald genannt.

Als ältester Sohn Wladmimir Monomachs erhielt er die Herrschaft über Nowgorod (1088-1093 und 1095-1117, zwischenzeitlich über Rostow). Die Zeit als Fürst von Nowgorod war geprägt von Kämpfen gegen Tschuden (Esten), Kumanen und seinen Onkel und Taufpaten Oleg von Tschernigow, den er 1096 aus Murom, Rostow und Susdal vertrieb. In Nowgorod erbaute er zahlreiche Kirchengebäude, von denen die St.-Nikolaus-Kathedrale und das St.-Antonius-Kloster bis heute überdauern. Nach 1117 wurde er Mitherrscher Monomachs und Fürst in Belgorod am Dnepr. Nach Monomachs Tod 1125 folgte er diesem als Großfürst nach.

Über Mstislaws Regierungszeit ist wenig bekannt. 1129 verwüstete er das Gebiet von Polozk und verbannte den dortigen Fürsten David, einen Sohn von Wseslaw, und mehrere seiner Vettern nach Byzanz. Allerdings vertrieb die Polozker Stadtbevölkerung seinen von ihm als Fürst eingesetzten Sohn Swjatopolk und rief 1139 ihren alten Herrscher zurück. Er führte um 1130 ebenfalls Feldzüge gegen die Kumanen und Litauer und ließ seine Söhne die Tschuden unterdrücken.

 

Nach Mstislaws Tod und dem seines Bruders Jaropolk II. 1139 brachen um die Herrschaft über Kiew eine Reihe von Kämpfen zwischen den Nachkommen Monomachs (Monomachowitschi) und denen seines alten Rivalen Oleg von Tschernigow (Olgowitschi) aus, die letztlich zum Zerfall der Rus führten und den Aufstieg des Fürstentums Wladimir-Susdal unter Mstislaws Bruder Juri Dolgoruki begünstigten. [de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=89924110, 29.7.2011]

 

IX. Euphrosina von Kiew

KIEW VON Euphrosina-3124 wurde 1130 geboren. Sie starb vor 1186.

Euphrosina heiratete UNGARN VON Geza II König-3123 Sohn von UNGARN VON Bela II "der Blinde" König-3126 und SERBIEN VON Ilona-3127 1146. Geza wurde 1130 geboren. Er starb am 03. Mai 1162.  

Euphrosina Mstislawna von Kiew (* 1130; † 1186) war Königin von Ungarn. Sie wurde als Tochter von Großfürst Mstislaw I. Wladimirowitsch von Kiew (* 1076, † 1132) geboren. Ihre Mutter war die Tochter des russischen Adeligen Dimitrij Sawiditsch und zweite Ehefrau ihres Vaters.

Im Jahre 1146 heiratete sie 16-jährig den ungarischen König Géza II. aus dem Haus der Arpaden. Das Paar hatte sieben Kinder, wovon zwei Söhne ihrem Vater als Könige von Ungarn folgten.

Euphrosina hatte gute Kontakte zu den deutschen Fürstenhäusern und arrangierte die Eheverbindung ihres ältesten Sohnes Stephan mit der Tochter des Babenberger-Herzogs Heinrich II. Jasomirgott von Österreich. Géza II. starb 1162; seine Gemahlin überlebte ihn um 24 Jahre.[de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=89818155, 127.7.2011

 

3124N

 

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