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Version 1.09.02
© ZeitLebensZeiten
2007 ff.
 

Joh. Henrich Bilse-A.Elisabeth Dippel

BILSE Johann (Hans) Henrich-4241 wurde 1702 in Birkenbringhausen   geboren. Er erhielt am 10. September 1702 die Kleinkindtaufe. Er wurde am 03. Oktober 1762 in Röddenau bestattet.

"Hans Henrich Bilse ist am 10. September 1702 getauft worden und erhielt seinen Vornamen von  seinem Paten Hans Henrich Geitz...

Der Wechsel zwischen Hans und Johann Henrich ist nicht ungewöhnlich in dieser Zeit. Teilweise tritt Johann als "schmückender" erster Vorname auf, so wie  bei den Mädchen vielfach Anna, hier ist es aber wohl so, dass der "Johann" in Form des  mundartlichen "Hans" erster Bestandteil eines zweigliedrigen Vornamens ist (in späteren  Jahrzehnten als "Hann-Henner" im Schwange)...

Ohne genannt zu werden, erscheint Hans Henrich im September 1724 in einer Aufstellung der männlichen Bevölkerung des Dorfes Birkenbringhausen (StA Marburg 40 a Rubr. 29 Nr. 143) als  einer von zwei Söhnen des Johann Kurt Bilse (wobei aber die Altersangaben 18 und 16 Jahre partout nicht passen wollen). "[U.Stöhr, 20.9.2012]

In der Vorfahrenkette bis zu Hulda Bilse tritt um 1731 ein Ortswechsel ein. Nicht mehr Birkenbringhausen ist der zentrale Ort der Bilses, sondern Röddenau. Johann Henrich Bilse jedenfalls hat den Hof seines Vaters  nicht übernommen, sondern seine Schwester Dorothea 

Johann heiratete DIPPEL Anna Elisabeth-4250 Tochter von DIPPEL Johann Curt-4265  am 08. Mai 1731 in Röddenau. Anna wurde 1709 geboren. 

 

4241Nn

 

Henrich Bilse und Anna Elisabeth Dippel hatten die folgenden Kinder:

1.BILSE Anna Elisabeth-4251  erhielt am 18. März 1733 in Röddenau die Kleinkindtaufe.

2.BILSE Anna Maria-4252  erhielt am 06. Januar 1736 in Röddenau die Kleinkindtaufe.

3.BILSE Maria Katharina-4253  erhielt am 13. Dezember 1738 in Röddenau die Kleinkindtaufe.

4.BILSE Johann Heinrich-315 erhielt am 11. Februar 1742 die Kleinkindtaufe. 

5.BILSE Wernert-4254 erhielt am 15. Dezember 1744 in Röddenau die Kleinkindtaufe.

6.BILSE Jost Henrich-4255  erhielt am 02. Mai 1749 in Röddenau die Kleinkindtaufe.

 

Ulrich Stöhr [Schreiben U.Stöhr 18.9.2012] hatte vor einigen Jahren im Pfarramt Röddenau.....  „das Glück, auf ein offenbar bis dahin von Genealogen unbeachtetes Eheprotokollbuch der Pfarrei aus dem 18. Jahrhundert zu stoßen. Es setzt zwar ebenso wie das "jüngere" Kirchenbuch "erst" 1727 ein, bringt aber gegenüber dem eigentlichen Heiratsregister in der Regel zusätzliche, mehr oder weniger wertvolle Angaben. [Er hat sich] seinerzeit Auszüge angefertigt, einer datiert vom 12. April 1731; damals erschienen Hans Henrich Bilse und Anna Elisabeth Dippel mit einer Reihe weiterer Personen vor dem Röddenauer Pfarrer Friedrich Bange, um ihre Absicht zur Eheschließung anzuzeigen. [Sein] Exzerpt lautet wie folgt:

"Hans Henrich Bilse von Bringhausen in den Birken, 26 Jahre, lediger Sohn des Johann Curt Bilse (nächste Angewandte Johannes Kahl, Henrich Henchen und Curt Naumann als Zeugen) und Anna Elisabetha Dippelin, 22 Jahre, ledige Tochter des Johann Curt Dippell (nächste Angewandte Henrich Dippel und Kirchensenior Michael Dippel als Zeugen), keines dem andern mit Blutfreundschaft, auch sonsten nicht verwant" [es folgen die Unterschriften: Hanns Henrich Bilse, Anna Elisawed braud, Johan Curdt Bilse, Johan Curd Dippel, Curd Nauman, Michel Dippel]. Die Hochzeit fand schließlich am 8. Mai 1731 statt."

Nicht recht ersichtlich ist, warum Johann Henrich Bilse nach Röddenau gezogen ist – wahrscheinlich war es eine wirtschaftliche interessantere Perspektive als in Birkenbringhausen. 

Erwähnt wird Henrich Bilse erstmals in einer Aufstellung des Jahres 1732 als Bürger von Röddenau, demnach ist er 30 Jahre alt gewesen.

1732
1732 wurde eine „Huldigungseinnahme Oberfürstentum“ durchgeführt. Als Besitzer des Hauses 81 wird in diesem Zusammenhang Henrich Bilse genannt. In diesem Haus wohnte 1710 und  1720 Johann Curt Dippel, der Vater seiner Frau Anna Elisabeth Dippel, die er ja 1731 geheiratet hatte. Bei der Hochzeit war der Vater 68 Jahre alt. Henrich Bilse hatte also den Hof übernommen. [RÖDD S.98]
 

1751
Auch in diesem Jahr wird Hans Henrich Bilse als Besitzer des Hauses 81 in Röddenau geführt. [RÖDD S.100]

Die nächstfolgende Eintragung ist von 1779, zu diesem Zeitpunkt ist Henrich Bilse aber bereits seit 17 Jahren tot.

 

Mit der Generation von Johann Henrich Bilse kommt Röddenau ins Bild, der nächstgrößere Ort, dem Birkenbringhausen über viele Jahre zugeordnet war.

Das ehemalige Dorf und der heutige Stadtteil von Frankenberg (Eder), Röddenau, liegt etwa vier Kilometer westlichvon Frankenberg im breiten Edertal. Durch den Ort fließen der Goldbach, der im Waldgebiet westlich von Wangershausen entspringt, und der Leitsebach, im lokalen Sprachgebrauch auch „Litzebach“ genannt, dessen Quelle am Fuße des Leitsekopfes liegt. Beide Gewässer münden in die Eder, der Goldbach östlich der Sandmühle, der Leitsebach bei der Schiefermühle.

Durch den Ausbau und die Verbreiterung der Bundesstraße in den Jahren 1953 bzw. 1967/68 wurde der alte zusammenhängende Kern des Dorfes mit der Kirche und der Gerichtslinde in der Mitte in zwei Teile zerschnitten. Zum nördlich der ehemaligen Bundesstraße gelegenen Teil gehören die Bereiche: In der Klinge, Am Berg, Rodenbacher Weg, Am Goldbach, Scheidweg, Battenberger Straße und Hainer Weg. Zum südlich der ehemaligen Bundesstraße gelegenen Teil die Bereiche: Mühlenstraße, Ortsweg, Muschelweg und Riedweg. Um diesen alten Ortskern entstanden dann Ende des 19. Jahrhunderts und im 20. Jahrhundert die Neubaugebiete: Am Elseberg, Hainer Weg, Höheborn, Rodenbacher Weg, Schlinge, Auegärten, Am Bahnhof, Im Stück, Niederfeld und zuletzt Scheidweg und Auf der Warthe.

Der Ortsname Röddenau geht sicherlich darauf zurück, dass man zur Anlage dieser Niederlassung ein Gebiet in der Ederaue roden musste und somit Land zum Bebauen und Bewirtschaften erhielt. Der Name änderte sich im Laufe der Jahrhunderte durch sprachliche Wandlungen, zum anderen aber auch dadurch, dass die Namensformen in den heute vorliegenden Urkunden vielfach von ortsfremden Schreibern nach bloßem Gehör niedergeschrieben wurden.

· Beginn 9. Jh. Rutene
· 1107 Rüdene, Ruitene
· 1108 Rudenehe
· 1224 Ruothine
· 1254 Rodenehe
· 1290 Rudenecke, Redenecke
· um 1400 Rodene
· 1414 Roddene
· 1573 Rodenawe
· 1647 Rudenauwe
· 1779 Reddenau
· heute Röddenau

Röddenau gehört zu den ältesten Orten im Altkreis Frankenberg. Der Hofbiograph Karls des Großen, Einhard, geht in seinen Aufzeichnungen auf die Schlacht im Jahr 778 zwischen Battenfeld und Laisa ein, bei der ein fränkisch-alemannisches Heer auf ein von einem Beutezug auf dem Heimmarsch sich zurückziehendes sächsisches Heer traf und dieses schlug. Er erwähnt das große Gemetzel am Fluss Aderna (Eder), bei dem nur wenige Sachsen sich durch Flucht in Sicherheit bringen konnten. Es ist durchaus anzunehmen, dass auch Röddenau schon in diesem Jahr bestanden hat, was durch mehrere Ausgrabungen und Funde auch gestützt wird. Aber es fehlt der sichere Beweis einer datierten Urkunde.[de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=104123871]

 

 

 

 

 

 

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